Warum IKÖ in der Pflege?
Die Interkulturelle Öffnung in der Pflege ist eine Antwort auf eine gesellschaftliche, demografische Entwicklung. Darüber hinaus dient sie der Qualitätsoptimierung und ist ein entscheidender Faktor bewusste Diversitätspolitik.
Eine aktuelle, vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Studie zum Pflege- und Unterstützungsbedarf sogenannter vulnerabler Gruppen belegt, dass Menschen mit Migrationshintergrund unter den Nutzern der Pflegeversicherung unterrepräsentiert sind. Sie nehmen weniger Pflegeangebote in Anspruch, weil spezifische Barrieren sie hindern und weil es keine auf ihre spezifischen Bedürfnisse zugeschnittenen Angebote gibt.
Das kom•zen hat die Aufgabe, den Menschen mit Migrationshintergrund eine Stimme zu geben, ihre Bedürfnisse und ihre Interessen zu vertreten. Ziel ist, die Versorgungsstrukturen im Pflegebereich bekannter zu machen damit diese genutzt werden.
Die Interkulturelle Öffnung kann darin bestehen, Zugangsbarrieren abzubauen und die Benachteiligung von Menschen mit Migrationsgeschichte mit spezifischen Angeboten gezielt auszugleichen. Oder sie kann die Öffnung der regulären Angebote und Strukturen voranbringen.
Ziele der IKÖ der Pflege sind:

  • Chancengleichen Zugang zu Leistungen, Diensten und Hilfen im Bereich Pflege auch für Menschen mit Migrationsgeschichte
  • Entwicklung einer vorurteilsfreien Haltung bei jeder/jedem Einzelnen, die zu Veränderungen im Denken, Fühlen und Handeln führt und damit den interkulturellen Strukturwandel der Organisation voranbringt
  • Bedarfs- und zielgruppenorientierte Gestaltung der Angebote

Ein wichtige Aufgabe der Arbeit des Kompetenzzentrum für IKÖ in der Pflege ist die Bearbeitung der Handreichung für IKÖ in den Pflegeeinrichtungen mit Checkliste zwecks Implementierung.

Bei der Erhöhung der Interkulturellen Kompetenz in der Pflege werden den Pflegeeinrichtungen Schulungen und Beratungen angeboten. Dabei geht es um die innere Haltung und die sozialen und Diversitätskompetenzen der Mitarbeiter*innen. Ziel ist eine gleichwertige und bedarfsgerechte Leistung gegenüber den pflegebedürftigen Menschen mit Migrationshintergrund und ihren Angehörigen.
Ein Wissens -und Informationstransfer ist notwendig, um die Angebote bekannter zu machen und um Zugangsbarrieren abzubauen.
Die Kolleginnen werden regelmäßig zu verschiedenen Formaten als Referentinnen eingeladen, um Vorträge zu halten. Die Termine zu den Veranstaltungen können regelmäßig bei “Aktuelles” zu sehen.

Interkulturelle Öffnung der „Hospiz- und Palliativversorgung“
Um möglichst allen Menschen den Zugang zur Hospiz- und Palliativversorgung zu eröffnen, wurden verschiedene Schwerpunktthemen in  den „Handlungsempfehlungen für Hospiz- und  Palliativversorgung von    Menschen    mit    Migrationshintergrund“ beschrieben.
(palliativmedizin.med.uni-goettin-gen.de/de/media/Palliativ-_und_Hospizversorgung_von_Menschen_mit_Migrationshintergrund.pdf)
Ziel der Hospiz- und Palliativversorgung für Menschen mit Migrationshintergrund und aus anderen Kulturkreisen ist es, den Betroffenen einen Zugang zur Hospiz- und Palliativversorgung zu ermöglichen, der ihren  individuellen  Bedürfnissen  entspricht  und  hierfür  die  Voraussetzungen  in  der  allgemeinen  und spezialisierten Palliativversorgung zu schaffen. Dafür sind Informations- und Kommunikationsbarrieren abzubauen und die interkulturelle Kompetenz und Sensibilität bei allen, die schwerstkranke und sterbende Menschen aus anderen Kulturkreisen versorgen, zu erhöhen. In einem regelmäßigen fachlichen Austausch erarbeitet das kom.zen Angebote der Hospiz- und Palliativversorgung für Menschen mit Migrationshintergrund und zur Vernetzung bestehender Einrichtungen.

UNIONHILFSWERK > Zentrale Anlaufstelle Hospiz: Herzlich Willkommen
Der Wegweiser Wenn Ihr Arzt nicht mehr heilen kann... der bisher durch die Zentrale Anlaufstelle Hospiz des UNIONHILFSWERK veröffentlicht wurde, ist Ende 2018 in vierter und erweiterter Auflage in der Schriftenreihe der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung "GUT ALTERN in Berlin" erschienen.. Patienten, Angehörige, Ärzte und Interessierte finden in ihm wieder wichtige ...
www.hospiz-aktuell.de